Bitte recht freundlich!

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Lesedauer: 2 Minuten
Peanut am Wegesrand

Unser Hundegang heute war überraschend erfreulich. Sonntags sind recht häufig hundelose Menschen im Wald unterwegs, wir nennen sie scherzhaft „Illegale“. Illegale sind ganz oft sehr schlecht auf Hunde und deren Halter zu sprechen, grundsätzlich übellaunig und reagieren entsprechend offensiv-aggressiv. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Ich bin freundlich zu allen. Das ist gut so und bleibt auch so.

Wann immer Peanut, Musha (meine Europäischen Schlittenhunde) und ich solchen Illegalen im Wald begegnen, stellen wir uns an den Wegesrand, und die Hunde setzen sich auf Handzeichen neben mich, damit die Passanten unbelästigt und angstfrei passieren können. Damit wollen wir – also ich – ein Zeichen setzen, ein bisschen gegen den schlechten Ruf der Hundehalter arbeiten und für gegenseitige Rücksichtnahme werben.

Bestenfalls verlaufen solche Begegnungen also schweigend, außer mir grüßt keiner freundlich mit »Moin«, mir wabern mürrische Blicke aus missbilligenden Gesichtern entgegen. Aber heute war es anders!

»Die sind aber gut erzogen!«, sagte der Vater der vierköpfigen Familie mit zwei kleineren Kindern und lächelte mir zu. Wenig später kam mir ein hundeloses älteres Paar entgegen, bedankte sich für unser An-die-Seite-Stellen und krönte diese Begegnung mit: »Die sind aber brav!« Einen Kilometer weiter trafen wir eine weitere wandernde Familie. »Wir sind ganz entspannt mit Hunden«, sagte der Vater, »aber trotzdem danke.« Wenig später wurden wir von einem Jogger überholt, weitere Sonntagspaziergänger folgten. Sie alle bedankten sich und grüßten freundlich, und manche wechselten noch ein paar Worte mit mir. Ich war ganz beseelt.

Zum krönenden Abschluss der Hunderunde, ganz kurz vor unserem Zuhause, wich ich in eine Einfahrt aus, damit ein älteres Ehepaar passieren konnte. »Keine Angst, wir beißen nicht!«, rief der Mann und lachte mich freundlich an. »Wir auch nicht!«, gab ich zurück. »Meistens.«

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